Immobilien Forum West: Wie ein Haus zum Kraftwerk wird

Die neuesten Trends der Immobilienbranche stehen im Mittelpunkt der Expertenplattform Immobilien Forum West am 5. März in Innsbruck. Ein Schwerpunkt ist das Thema Energie.

Innsbruck – Im Jahr 2030 sollen im Gebäudebereich keine fossilen Energieträger mehr eingesetzt werden, ist eines der zentralen Energieziele der Europäischen Kommission. „Das Null-Energiehaus ist heute bereits Realität, wenn auch noch in geringer Stückzahl. In wenigen Jahren wird es Beispiele für energieproduzierende Gebäude geben“, erläutert Michael Paula vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie.

Weltweit führend
Der Energieexperte wird beim Immobilien Forum West am 5. März im Congress Innsbruck das Programm „Haus der Zukunft Plus“ vorstellen, das im Bundesministerium angesiedelt ist. Bis dato wurden im Rahmen des Programms 25 Projekte im gesamten Bundesgebiet umgesetzt, zehn davon in Westösterreich. „Mit 4.000 Objekten verfügt Österreich über die höchste Passivhausdichte der Welt.“

Auch wenn das Null-Energiehaus beim Neubau leichter zu realisieren sei, werde die Gebäudemodernisierung in Niedrigenergie- und Passivhausqualität das wichtige Anliegen der nächsten Jahre sein, sagt Paula.

Energieüberschuss
Das Haus der Zukunft zeichne sich neben höchster Energieeffizienz durch den Einsatz neuer biologischer Baustoffe und durchdachte Solar-Architektur aus. „Das schafft hohe Lebens- und Wohnqualität bei gleichzeitig geringen Mehrkosten in der Errichtung.“

Als Weiterentwicklung des Null-Energiehauses werde das Plus-Energiehaus einen zeitweisen Energieüberschuss produzieren können. „Das Gebäude wird zum Kraftwerk, das über intelligente Fassaden und Gebäudehüllen oder multifunktionale Solardächer verfügt“, erläutert Paula. Eine Herausforderung der nächsten Jahre sei die Ausweitung des zukunftsträchtigen Energiemodells auf ganze Siedlungen.

Die Immobilien-Zukunft im Fokus
Neben dem Thema Energie werden nationale und internationale Top-Experten beim Immobilien Forum West aktuelle Entwicklungen präsentieren, die von architektonischen Fragen bis hin zu Raumordnungsthemen reichen. Keynote Speaker ist der Vorarlberger Architekt Dietmar Eberle, der das renommierte Wohnforum an der ETH Zürich leitet. Der ausgewiesene Raumordnungsexperte aus dem Ländle wird in seinem Referat den Status quo analysieren und die zukünftige Raumentwicklung im Alpenraum beleuchten.

Zwei Module: Wohnbau und Handelsimmobilien
Angebot und Nachfrage auf dem österreichischen Wohnungsmarkt wird Eva Bauer vom österreichischen Verband der gemeinnützigen Bauvereinigungen vorstellen. Klaus Lugger, Geschäftsführer der Neuen Heimat Tirol, wird über leistbares Wohnen in einer alpinen Umgebung wie Innsbruck sprechen.

Ein internationaler Trend, mit dem auch der Wohnbau in Vorarlberg, Tirol und Salzburg auf die demographischen Herausforderungen von morgen reagieren kann, ist Ambient Assisted Living. Beim Immobilien Forum West wird Reiner Wichert, Sprecher der Fraunhofer-Allianz Ambient Assisted Living, über den Gesundheitsstandort Haushalt referieren. Unter „Ambient Assisted Living” (AAL) versteht man Konzepte, Produkte und Dienstleistungen, die neue Technologien und soziales Umfeld miteinander verbinden, um die Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten zu erhöhen.

Weiße Flecken
Im Handelsmodul wirft Ekazent-Geschäftsführer Kurt Schneider einen Blick in die Zukunft der Einkaufszentren. Die Strategie eines expandierenden Retailers stellt Manfred Kummer, Vorstand der Hornbach Immobilien AG, vor. Ein weiterer Fixpunkt für Entscheidungsträger ist die Präsentation der Standort + Markt-Studie „Die weißen Flecken Westösterreichs“, die einen umfassenden Überblick über interessante Expansionsflächen in der Region geben wird.

Der Veranstalter
Organisiert und konzipiert wird das Immobilien Forum West vom Beratungsunternehmen wiko wirtschaftskommunikation mit Standorten in Innsbruck, Bregenz und Wien. Die vier Geschäftsbereiche sind Kommunikationsberatung und -management, Presse- und Medienarbeit, Wirtschaftsdialoge und Events sowie Finanzkommunikation. Das Beratungsunternehmen beschäftigt 14 Mitarbeiter.

Für Rückfragen:
Mag. Florian Neuner, wiko wirtschaftskommunikation
Tel. 0699 16020018, florian . neuner (at) wiko . cc
www.immoforumwest.at


Bildunterschrift: Michael Paula stellt das Haus der Zukunft vor. Foto: BMVIT

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