Immobilien Forum West 2012: Die Zukunft ist blau

„Die Zukunft ist blau“: Unter diesem Motto stand das Immobilien Forum West 2012 im Festspiel- und Kongresshaus Bregenz. Hochkarätige Referenten und über 130 Fachleute aus allen Bereichen der Immobilienwirtschaft diskutierten über wesentliche Zukunftsfragen der Branche. Im Mittelpunkt stand das Blue Building, ein auf einem ganzheitlichen Ansatz basierendes Konzept, das sämtliche Aspekte des nachhaltigen Bauens und mit einer konsequenten Orientierung am Wohlbefinden der Nutzer kombiniert – also von der Gewinnung und Herstellung der Baumaterialien über effizientes Gebäudemanagement bis hin zum Rückbau und der Recyclingmöglichkeit am Ende des Lebenszyklus.Rund 120 Entscheidungsträger aus der österreichischen Immobilienwirtschaft informierten sich beim 3. Immobilien Forum West im Congress Innsbruck darüber, wie nachhaltiges Planen und Bauen zum Erfolgsmodell für die Branche werden kann.

Der Keynote-Sprecher  Dr. Friedrich Hinterberger, Geschäftsführer des Sustainable Europe Research Institute (SERI) und Vorstandsmitglied des Austrian Chapter des Club of Rome, erläuterte unter dem Titel „Was verträgt unsere Erde noch?“ Wege zur Nachhaltigkeit. Gerade in den Bereichen Bauen und Wohnen könne Nachhaltigkeit nur dann realisiert werden, wenn alle Dimensionen und Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt und abgedeckt würden. Dazu, so Hinterberger, müsse sich vor allem der Blick weiten: „Nachhaltigkeitsdebatten waren früher praktisch nur Output-orientiert, das heißt fokussiert auf Bereiche wie Emissionen, Abfall oder Recycling. Der Blick muss aber umfassend sein, also auch auf den Input gerichtet sein und die Gewinnung und den Verbrauch der Ressourcen einschließen. Nur dann lassen sich Blue Buildings realisieren.“

Von einem Epochenwechsel in Richtung Nachhaltigkeit sprach Prof. Helmut Kramer, Gründungsrektor der „UIV Privatuniversität in Vorarlberg“ und ehemaliger Leiter des WIFO. „Umgesetzte Nachhaltigkeit bedeutet, Lösungen für mehrere Ziele gleichzeitig zu entwickeln. Für die Immobilienwirtschaft heißt dies, dass man weit über die Energieeffizienz hinaus denken und ökonomische Faktoren genauso berücksichtigen muss wie soziale Fragen und Aspekte der Lebensqualität“, so Kramer. Dies verlange einen interdisziplinären Ansatz, der sowohl fach- als auch branchenübergreifend sein müsse.

 

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